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asianfilmweb • Filme • Graveyard Of Honor (JP 2002) • New Graveyard Of Honor · Takashi Miikes Graveyard Of Honor
FILMEJP • GRAVEYARD OF HONOR
GRAVEYARD OF HONOR •

     aka NEW GRAVEYARD OF HONOR · TAKASHI MIIKES GRAVEYARD OF HONOR
     JAPAN 2002

CAST & CREW
REGIE Takashi Miike
DARSTELLERGoro Kishitani, Ryôsuke Miki, Shingo Yamashiro, Tetsuro Tamba, Narumi Arimori, Yoshiyuki Daichi, Hirotaro Honda, Harumi Inoue, Renji Ishibashi, Takashi Miike, Yasukaze Motomiya, Mikio Ôsawa, Daisuke Ryu, Harumi Sone, Shun Sugata, Yoshiyuki Yamaguchi, Shinji Yamashita, Rikiya Yasuoka
PRODUZENTShigeji Maeda, Kazuyuki Yokoyama
SCRIPT/BUCHShigenori Takechi, Goro Fujita
MUSIKKôji Endô

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
 Rezension des Titels vorhanden
DVD Graveyard Of Honor Yakuza Box Vol. 1

DeutschlandRapid Eye Movies2 Discs • FSK kJ •
 2,35:1/1,85:1 anamorph
 deutsch DD 5.1, japanisch DD 5.1/DD 2.0
 deutsch
 Making Of, Trailer, Filmographie, Interview mit Miike

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
131 Minuten
Remake von Graveyard Of Honor (JP 1975)

FILMINHALT
Ishimatsu (Goro Kishitani) ist Tellerwäscher in einem häufig von Yakuza-Mitgliedern besuchten Restaurant. Als ein Auftragskiller (Takashi Miike in einem Cameo-Auftritt) das Restaurant betritt und wild um sich schießt, schlägt Ishimatsus Stunde. Unbeeindruckt von der Panik um ihn herum nimmt er einen Barhocker und zieht ihn dem Mann über den Schädel: Seine Eintrittskarte ins organisierte Verbrechen. Rasant ist sein Aufstieg in der Hierarchie der japanischen Unterwelt, genauso schnell folgt der Fall. Seine Respektlosigkeit verursacht bald mehr Probleme, als er durch Gewalt lösen kann. Bei einem Missverständnis um seinen Lohn feuert er mit seiner Waffe auf seinen Boss... der Beginn einer Kettenreaktion. Als ausgestoßener Yakuza, zum Tode verurteilt, geht Ishimatsu seinem Ende entgegen. Er fällt, tiefer und tiefer. Und zieht in seinen Fall alle mit hinein, Feinde wie Freunde.

FILMREZENSION VON LAGO
27 Jahre nach Kinji Fukasakus "Graveyard Of Honor", im Jahre 2002 kam Takashi Miikes Remake mit gleichnamigen Titel auf die Kinoleinwand. Erfreuerlicherweise handelt es sich hierbei auch nicht um einen billigen Abklatsch, sondern die Verantwortlichen der Filmproduktion haben sich durchaus Gedanken gemacht, um ein würdiges Remake des Klassikers von Kinji Fukasaku abzuliefern. Die Idee hierfür stammt nicht von Takashi Miike alleine. Produzent Yoshihiro Masuda spielte schon zuvor mit dem Gedanken, ein Remake von Kinji Fukasakus "Graveyard Of Honor" zu produzieren. Um der Geschichte etwas mehr Relevanz zu verleihen und etwas aktueller zu gestalten, griff er auf die Romanvorlage von Goro Fujita zurück, welches von Shigenori Takechi zum Drehbuch aufbereitet wurde. Bei den beiden zuletzt genannten Personen handelt es sich übrigens um echte Ex-Yakuza. Takashi Miike arbeitete hier bekannterweise als verantwortlicher Regisseur und tat sich mit einem alten Bekannten als Kameramann zusammen: Hideo Yamamoto ("Audition", "Visitor Q", "Dead Or Alive"). Zusammen inszenieren sie die Geschichte unglaublich atmosphärisch und die Bilder wurden sehr stilvoll eingefangen. Insgesamt ist wirkt das Bild verglichen mit Fukasakus Arbeit viel ruhiger. Nur ein paar Actionszenen schwingt und wackelt die verwendete Handkamera hin und her um den Szenen zusätzliche Dynamik zu verleihen. In ruhigen Szenen bleibt die Kamera oft an einer Position oder wird nur langsam bewegt, fasst dabei das Geschehen auch wunderbar ein und trägt sehr zur Atmosphäre bei. Die immer wieder abgespielte Jazz-Melodie hingegen ist zwar traurig und passend zur dramatischen Geschichte, ist aber auch Geschmackssache und ungewöhnlich für japanische Filme. Ein weiterer bedeutender Unterschied zu Fukasakus Film ist, dass es dem Zuschauer wesentlich einfacher gemacht wird, in die Story einzusteigen und der Handlung zu folgen. Takashi Miike lässt den Film praktisch am Ende anfangen, was aber der Spannung keinen großen Abbruch zufügt. Direkt nach diesen ersten zwei Minuten mit dem Ende kommt ein Szenenwechsel und die Story fängt am Anfang, als Ishimatsu noch als Tellerwäscher arbeitet. Der Film schildert genau, wie er zum Yakuza wurde, wie er dann lebte und es dann nach gut 28 Minuten zum Wendepunkt in Ishimatsus Yakuza-Karriere kommt. Auch wenn Ishimatsu von Miike nicht als ein weniger großes Arschloch dargestellt wird, als Fukasakus Charakter Ishikawa, ist es leichter mit Ishimatsu mitzufühlen. Das liegt nicht nur an der hervorragenden schauspielerischen Leistung von Goro Kishitani ("Returner", "The Call", "Midnight Sun", "Like A Dragon"), sondern es wird viel genauer geschildert, warum Ishimatsu sich so verhält wie es gezeigt wird und gegen seine Kameraden und Freunde ankämpft. Als er jedoch erkennt, dass sein Misstrauen gegenüber seinem Boss unberechtigt war, ist es bereits zu spät, er versucht unterzutauchen, versucht sich durch Frauen abzulenken, gerät dabei aber auch in den Drogenkonsum. Dieser Drogenmissbrauch wird auch klarer als Ursache für den menschlichen Zerfall und Verlust der Kontrolle über sein Handeln und Leben beleuchtet. So schlängelt Ishimatsu sich nach dem Setzen eines Schusses mit dem Rücken auf den Boden, dreht die Musik seiner Anlage voll auf und schießt mit all seinen vorhandenen Pistolen Löcher in die Decke seiner Wohnung. Auch auf die Beziehung zu seiner Freundin Chieko wird näher eingegangen. Eine weitere Rolle, wenn auch nicht so groß, spielt auch die Verlagerung der Geschichte in Ende der 80er/Anfang der 90er Jahre. Dies zeigt sich nicht nur durch die betonierte und bebaute, lebhafte Stadt, die aber zugleich noch düsterer in den Yakuza-Gebieten wirkt. Auch die Yakuzas selbst wirken moderner. So tragen Sie feine Anzüge, dicke Mäntel und teure Ringe, haben Handys und dicke Autos. Wenn ein Regisseur sich bei dem Erzählen der Geschichte so viel Zeit investiert, wundert es dann auch nicht, dass Miikes Film mit über zwei Stunden auch eine wesentlich längere Laufzeit bietet, als Fukasakus Original. Doch dieses tut der Story und letztendlich dem Film nur gut, denn langweilig wird der Film nicht. Miike ist zudem ja auch bekannt dafür, Gewalt schonungslos zu zeigen. So auch hier, wenn auch in dosierten Mengen. Auch wenn Miike oft wegen seiner pulsierenden Filmqualität bei der Masse an Filmen, die er dreht, kritisiert wird und bei einigen Filmfans und Kritikern einen dadurch schweren Stand hat, zeigt er bei "Graveyard Of Honor" sein ganzes Können, was auch dazu führte, dass dieser einer seiner besten und anspruchsvollsten Filme ist, sowie sich vor Fukasakus Original auch nicht verstecken braucht.



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8.4/10 bei 8 Stimmen. .
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