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asianfilmweb • Filme • Sakuran (JP 2006) • Sakuran - Wilde Kirschblüte
FILMEJP • SAKURAN
SAKURAN

     aka SAKURAN - WILDE KIRSCHBLüTE
     JAPAN 2006

CAST & CREW
REGIE Mika Ninagawa
DARSTELLERAnna Tsuchiya, Kippei Shiina, Yoshino Kimura, Hiroki Narimiya, Miho Kanno, Masatoshi Nagase, Masanobu Ando, Kenichi Endo, Renji Ishibashi, Minami, Mari Natsuki, Miho Ninagawa, Kenji Takama, Ai Yamaguchi

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
DVD INTRO-Edition Asien #6: Sakuran - Wilde...

DeutschlandRapid Eye Movies • FSK 12 •
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WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
111 Minuten

FILMINHALT
Als Achtjährige wird das eigenwillige Bauernmädchen Kiyoha in ein Freudenhaus im Vergnügungsviertel im Edo des 18.Jahrhunderts verkauft. Von Anfang an beweist die Kleine ihren starken Charakter, indem sie sich ihrer aussichtlosen Lage zu widersetzen versucht. Ein Fluchtversuch scheitert und angespornt durch die Arroganz der Ranghöchsten Kurtisane, der Oiran, beschließt sie selbst in diesen Rang aufzusteigen. Wenn der einzige, tote Kirschbaum im Viertel wieder Blüten trägt, verspricht sie, ihre Freiheit erkämpft zu haben. Der Weg dahin ist lang, denn Kiyoha (Anna Tsuchiya) sieht sich nicht nur der Härte der Wirtsleute, sondern vor allem auch der Eifersucht und Missgunst der anderen Frauen im Tamagikuya, so der Name des Bordells, ausgesetzt. Als wäre das nicht schon genug, verliebt sie sich in den Künstler Sojiro (Hiroki Narimya) und sieht sich voller Qualen in einem Loyalitätskonflikt zwischen Sojiro und ihrer "beruflichen Verpflichtungen". Doch in einer Mischung aus Verzweiflung und Ehrgeiz steigt sie schließlich selbst zur Orian auf. Die Männer liegen ihr zu Füssen und sie empfängt nur noch die Kunden, die ihr gefallen. Eines Tages hält der Samurai Kuranosuke (Kippei Shiina) um ihre Hand an und bietet an, sie freizukaufen...

FILMREZENSION VON DANIEL FRICK
Es ist schon eine geniale Idee, eine der erfolgreichsten japanischen Fotografinnen mit der Verfilmung eines Mangas zu beauftragen. Sicherlich sind andere Filme wie "Samurai Fiction", der von einem Musikvideoregisseur realisiert wurde, Beweis dafür, dass dieser Ansatz erfolgversprechend ist. So auch bei "Sakuran", dem Regiedebüt der Fotografin Mika Ninagawa, auf Grundlage einer erfolgreichen Mangageschichte von Moyoco Anno. Von Anfang bis zum Ende überzeugt die immer an ein Comic erinnernde Bildsprache aus langen, knallbunten Einstellungen, opulenten Kostümen und poppig-kunstvollen Frisuren. Der einzige andere Film, der meiner Meinung nach ein Comic ähnlich gut in einen Film übertragen hat ist Rodriguez "Sin City". Auch der Soundtrack aus Pop- und Rocksong setzt ein exzellentes Gegengewicht zu Erwartetem. Die Geschichte hat große Parallelen zu Oscargewinner "Die Geisha", die narrative Herangehensweise ist jedoch eine gänzlich andere. Anders als im US-amerikanischen Pendant stehen die Bilder wie der verdorrte Kirschbaum, die Kostüme oder das Goldfischglas weniger für sich selbst, sondern sind Metaphern für den Goldenen Käfig in dem Kiyoha lebt und dem sie nicht entrinnen kann. Selbst als die Freiheit ruft ist klar, dass die Hochzeit mit dem Samurai Kuranosuke nur eine Variante ihres bisherigen Lebens wäre. Und eine Freiheit um den Preis der Selbstaufgabe ist alles andere als das, was sich die charakterstarke Frau vorstellt. Die Erzähldynamik kommt zu Anfang etwas schwer in die Gänge, in der zweiten Hälfte baut der Film jedoch auf die zu Beginn eingeführten Charaktere und Beziehungen auf und erlangt so im Gesamtblick seine volle Berechtigung. Das Ende überzeugt vor allem dadurch, dass es den Film konsequent abschließt, sie hier jedoch natürlich nicht verraten. Wer "Die Geisha" mochte, wird "Sakuran - Wilde Kirschblüte" lieben, denn der Blick auf das Sklaventum im Freudenhaus erscheint weniger romantisiert und glaubwürdiger und verweist die Romanvorlage von "Die Geisha" darum klar auf den zweiten Platz, auch wegen der visuellen Virtuosität. Eine überaus gelungene Manga-Verfilmung.



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