| Mac Alejandre nahm mal wieder auf dem Regiestuhl für eine Vivamax-Produktion Platz und inszenierte zusammen mit Autor Ricky Lee das Drama "Celestina: Burlesque Dancer". Dabei kramte man mal wieder in der Kiste der Haus- und Hof-Darsteller*innen des Streaming-Anbieters und konnte so unter anderem Christine Bermas und Sid Lucero gewinnen. In der Hauptrolle darf aber Yen Renee Durano glänzen, deren Filme wir an dieser Stelle schon häufiger in der Besprechung hatten - unter anderem war sie schon in "Eks","Ganti-ganti" und "Tag-init" zu sehen.
Wer sich nun schon die Hände nach einer weiteren Vivamax-Schweinerei reibt, sei aber gewarnt. Denn "Celestina: Burlesque Dancer" ist tatsächlich mehr Drama und Historienfilm als Erotikstreifen. Die Geschichte rund um die titelgebende Tänzerin beschäftigt sich nämlich eher mit ernsten Themen wie Beziehungsproblemen und Trennung aber auch dem nahenden Weltkrieg - also der Bedrohung durch die japanische Besatzungsmacht. So schwingt in einigen Dialogen auch eine gehörige Portion Patriotismus mit und auch das Ende macht nochmal klar, dass hier ein Trauma verarbeitet werden soll. Wie aber so oft bei ernsteren Vivamax-Produktionen klappt das nur bedingt. Zum einen liegt das an den "erotischen Momenten", die man dann doch immer wieder mit aller Gewalt unterbringen will - zum anderen aber auch an dem nicht so umfangreich vorhandenen Schauspiel-Talent von Ms. Durano. Für solch eine Rolle hätte es meiner Meinung nach eine Darstellerin gebraucht, die mehr als einen Gesichtsausdruck kann. Ein großer Schwachpunkt!
Ansonsten ist der Film ordentlich in Szene gesetzt, man sieht "Celestina: Burlesque Dancer" das hohe Budget an. Erwartet euch aber keinen Einblick in die Burlesque-Szene, denn eigentlich dient dieses Element nur als Aufhänger, dass sich einige Damen mal mehr, mal weniger entblößen dürfen.
So bleibt Mac Alejandres aktuelles Werk leider nur Durchschnitt und etwas hinter den Erwartungen zurück. |